Wellness für Pferde

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Morgens eine Runde schwimmen, anschließend auf dem Laufband etwas für die Fitness tun und am Abend zur Entspannung in die Sauna – was sich anhört wie ein Wellness-Hotel, ist heutzutage auch für Pferde möglich. Doch was ist wirklich sinnvoll?

Ein Solarium gehört in vielen größeren Ställen zur Standardaustattung und wird auch gerne und viel genutzt – vor allem zum Trocknen von verschwitzten oder gewaschenen Pferden. Das war ursprünglich nur ein angenehmer Nebeneffekt der Besonnungsanlangen. Der eigentliche Zweck sind die positiven Auswirkungen auf die Gesundheit des Pferdes. Die Wärme kurbelt vor allem die Durchblutung an und das hat verschiedene Effekte: Verkrampfte Muskeln entspannen sich und können besser arbeiten. Der Stoffwechsel kommt auf Touren, wodurch Entzündungsprodukte und Schlacken schneller abtransportiert werden.

Vor dem Reiten wärmt das Solarium die Muskulatur vor. Diese kommt schneller auf Betriebstemperatur und Verletzungen werden seltener. Das Abreiten kann das Solarium allerdings nicht ersetzen, denn die Gelenkflüssigkeit verteilt sich nur durch Bewegung im Gelenk und nicht durch Wärme. Nach der Arbeit sorgt die Wärme dafür, dass Milchsäure in der Muskulatur schneller abgebaut wird und kein Muskelkater oder gar Verschlag entsteht. Im Pferdesolarium gibt es zwei Arten von Strahlern: Sie geben ihre Energie entweder im Infrarotbereich ab (IR- oder auch Wärme-Strahler) oder senden hauptsächlich ultraviolettes Licht (UV-Strahler). Da das Pferdefell die UV-Strahlung kaum bis zur Haut durchlässt, ist deren Wirksamkeit beim Pferd umstritten. Unstrittig sind dagegen die positiven Auswirkungen der Infrarot-Bestrahlung, deren Wärme die Blutgefäße erweitert. Ein im Solarium aufgewärmtes Pferd sollte nie ungeschützt durch die Kälte in seinen Stall oder die Reithalle geführt werden: Es würde sich sofort verspannen und die Behandlung wäre umsonst gewesen. Am besten steht das Solarium deshalb im Stallgebäude, so dass die Pferde nach der Behandlung nicht mehr nach draußen müssen.

Kritiker führen an, dass das Pferd im Solarium nur sehr punktuell bestrahlt wird: Während die Kruppe am meisten abbekommt und richtig heiß wird, bleiben die Unterseite des Pferdes und die Beine kalt. Einige Hersteller haben deshalb Temperaturfühler und Lüftungen eingebaut, die eine Überhitzung verhindern und die Wärme gleichmäßiger verteilen.

Mehr über das Thema  lesen Sie in der September/Oktober-Ausgabe des PFERDEMARKTS



Ab 25. August am Kiosk

Lesen Sie im September/Oktober-Heft:

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